Fachbereich Kultur & Heimat

Wer im Schwarzwald mit offenen Augen unterwegs ist, dem begegnet auf Schritt und Tritt Kultur. Unsere Heimat ist voller Schätze. Als ehrenamtlich Engagierte im Fachbereich Kultur & Heimat helfen wir Interessierten, diese Schätze zu entdecken und zu verstehen. Wir initiieren auch selbst kulturelle Angebote: zum Beispiel bei literarischen Lesungen, bei Jugend-Events, bei Musik und Gesang, bei der Vermittlung von Ortsgeschichte, nicht zuletzt beim Erhalt von Kulturdenkmälern. Wir sind aktiver Teil unserer demokratischen Gesellschaft und sind offen für Kulturvielfalt. Wertschätzend und im gegenseitigen Respekt tragen wir zum Funktionieren unseres Gemeinwesens bei. Wir sind heimatverbunden und weltoffen!

Kloster St. Märgen © Pixabay

Kulturpreis-Motto für 2027: Brücken bauen

Mit dem auf der Jahreshauptversammlung 2026 vorgestellten neuen Jahresmotto für 2027 „Brücken bauen“ knüpft der „Fachbereich Kultur und Heimat“ bewusst noch einmal am Vorjahresmotto an: Wir wollen zusammenführen!

Wo andere das Trennende betonen, wollen wir dazu ermutigen, Menschen in Kontakt und Austausch miteinander zu bringen – nicht nur in unserem Verein, auch über diesen hinaus. Von unserem Verein ausgehend wollen wir Brücken bauen zu Menschen, die uns (noch) fernstehen.

Wir verstehen „Brücken bauen“ als einen gesellschaftlichen Auftrag. So möchten wir auch das Gespräch ermöglichen, zwischen denen, die in unserer Heimat leben und denen, die hier auf der Suche nach einer neuen Heimat sind, also zwischen Einheimischen und Fremden.

„Brücken bauen“ hat auch einen internationalen, einen die Grenzen überwindenden Aspekt. Man denke an den europäischen Dialog im Grenzgebiet und an die Völkerverständigung.

Nicht zuletzt kann man Brücken auch ganz im wörtlichen Sinne verstehen, wenn man sich an unserem Motto-Wettbewerb für 2027 beteiligen will: Brücken schaffen Wege über Täler und Flüsse, sie schaffen Begegnung und Austausch und sie sind historische, zeitbezogene, nicht selten architektonisch herausragende Bauwerke.

Die Bewerbung: Bewerben können sich Ortsvereine oder Bezirke. Auf welchen Aspekt des Mottos diese dabei ihre Bewerbung stützen, ist ihnen überlassen. Bei der Bewertung der Wettbewerbsbeiträge wird die Jury vor allem darauf achten, wie sehr es den teilnehmenden Ortsvereinen oder Bezirken gelungen ist, neue Mitglieder zu gewinnen. Auch Presseartikel, die von Aktionen zum Motto-Wettbewerb berichten, sind wichtige Unterlagen.

Wie in der Vergangenheit ist die Bewerbung in digitaler und in Papierform beim Fachbereichsleiter einzureichen: edgar.bassler(at)schwarzwaldverein.org

Die Preisträgerarbeiten in Papierform werden in einer kleinen Ausstellung bei der nächsten Hauptversammlung in St. Peter präsentiert.

Abgabeschluss ist Samstag, 22. Mai 2027. Das Preisgeld, das unter den Gewinnern aufgeteilt wird, beträgt 600 Euro.

Aktivitäten im Bereich Kultur & Heimat

175 Jahre Badische Revolution:
Unsere Blog-Serie

Unsere Blog-Seite nimmt Sie mit zurück in eine Zeit des Aufbruchs, des Mutes und des Kampfes für Freiheit und Demokratie. Entdecken Sie spannende Hintergründe, bewegende Geschichten und neue Perspektiven auf ein prägendes Kapitel badischer Geschichte.

Ehrenamtliche Leitung des Fachbereichs

Portrait von Edgar Baßler, Ressort Natur, Kultur und Landschaft beim Schwarzwaldverein, Fachbereichsleiter Kultur und Heimat.

Edgar Baßler aus Reichenbach im Schuttertal ist seit dem 20. Juni 2021 der Leiter des neu eingerichteten Fachbereichs „Kultur“ im Schwarzwaldverein. Mit dem neuen Fachbereich möchte Baßler – über die klassische „Heimatpflege“, deren Perspektive naturgemäß die Vergangenheit ist, hinaus – den Blick auf den Wandel der Kultur in der Gegenwart werfen. Auch das Bewahren des Althergebrachten – wie etwa Brauchtum, alemannische Mundart, altes Handwerk – ist dem neuen Fachbereichsleiter ein Herzensanliegen. Davon zeugt sein maßgebliches Engagement im Heimatmuseum „Hammerschmiede“ des Schwarzwaldvereins Reichenbach.

Doch auch das Vielschichtige, der Wandel und interkulturelle Einflüsse auf unsere Kultur sollen bei den Aufgaben seines neuen Fachbereichs, denen sich der 71-Jährige nun stellt, eine Rolle spielen. Kultur begreift er als eine Form der kritischen Reflexion der Gegenwart mit wert- und vorurteilsfreiem Blick: „Im Umgang mit allen kulturellen Erscheinungen und Ausdrucksformen müssen wir offen sein, neugierig und nicht fixiert. Altes und Neues müssen sich in diesem kulturellen Leben, wie wir es verstehen, wiederfinden können, ebenso Alte und Junge“, findet Edgar Baßler, der in seinem früheren Berufsleben als Journalist, wie auch im ehrenamtlichen Engagement reichlich Erfahrung mit den unterschiedlichsten Dimensionen von Kultur sammeln konnte.

Aus: DER SCHWARZWALD 03/2021

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