Wege­markierung erklärt

So funktioniert unser Wegesystem

Das Wegemarkierungssystem des Schwarzwaldvereins bietet Wandernden seit über einem Jahrhundert eine verlässliche Orientierung im Schwarzwald. Mit klar strukturierten Symbolen und Farben ermöglicht es, sich auch in einem weit verzweigten Wegenetz sicher zurechtzufinden. Hier zeigen wir, wie dieses Markierungssystem aufgebaut ist und was die einzelnen Beschriftungen bedeuten.

1) Das Wegenetz

Das Wanderwegenetz des Schwarzwaldvereins verbindet auf einer Gesamt­länge von 24.000 Kilometern Weglänge wichtige Wander­ziele und Ausgangs­punkte miteinander.

Alle vom Schwarzwald­verein markierten Wander­wege sind mit einem Rauten­symbol gekenn­zeichnet. Die markierten Weg­strecken bilden ein Netz, das alle wichtigen Wander-Ziele und Orte erschließt.

Im Wegenetz des Schwarzwald­vereins gibt es verschiedene Arten von Wegen: Örtliche Wander­wege, Regionale Wanderwege und Fern­wanderwege.

Örtliche Wanderwege

binden örtliche Wander­ziele und Aus­gangs­punkte in das Wander­wege­netz ein. Sie sind mit der gelben Raute markiert. Ihr Anteil am Wegenetz macht rund 18.000 Kilometer aus.

Regionale Wanderwege

ergänzen das Netz der Fern­wander­wege, sie verbinden bekannte Orte und Land­schaften. Regionale Wander­wege sind durch die blaue Raute gekenn­zeichnet. Etwa 2500 Kilometer Wege sind mit der blauen Raute markiert.

Fern­wanderwege

wie der Westweg, der Gäurand­weg oder der Quer­weg Freiburg-Bodensee sind durch­gängig mit einem eigenen Zeichen markiert. Ihr Anteil am Wege­netz macht etwa 3000 Kilometer aus.

2) Die Wegweiser

Wegweiser stehen an wichtigen Ausgangspunkten für Wanderer (Bahnhof, Wanderparkplatz, …) und überall da, wo markierte Wege aus mindestens drei Richtungen aufeinandertreffen. In jede Richtung zeigt mindestens ein Wegweiserblatt mit Zielen und Entfernungsangaben.

Bedeutung der Beschriftungen

An allen Wegweiser­pfosten gibt es eine Basis­beschilderung (weiße Schilder). Überall da, wo auf dem Wegenetz touristische Wander­routen liegen, finden sich neben der Basis­beschilderung auch die kleineren Touren­schilder.

Das Standort­feld des Basis­wegweisers informiert über Standort­name und Höhe und zeigt das Rauten­symbol an, das zum nächsten Wegweiser führt.

Ziele sind mit Entfernungen angegeben. Das erst­genannte Ziel ist in der Regel der nächste Wegweiser­standort.

Jedes genannte Ziel taucht auf dem jeweils folgenden Weg­weiser wieder auf, bis es erreicht ist.

Piktogramme geben Hinweise auf Einkehr­möglich­keiten, ÖPNV, Aussichten etc.

Grafik: Erklärung eines Wegschilds – Übersichtliche Darstellung von Wanderwegmarkierungen und deren Bedeutung.

TIPP: Wanderplanung mit Wegweisern

Mithilfe der Wegweiser lassen sich Wanderungen auf dem Wegenetz einfach planen: Auf den Wanderkarten des Schwarzwaldvereins sind die Wegweiser mit einem gelben „Fähnchensymbol“ zusammen mit dem Standortnamen gekennzeichnet. Auch im Tourenportal des Schwarzwaldvereins lässt sich eine Route anhand der Wegweiser zusammenklicken. Für die Orientierung unterwegs reicht es, eine Liste der Wegweiser dabei zu haben. Unterwegs wandert man einfach von einem Wegweiserstandort zum nächsten.

3) Die Markierung unterwegs

Alle Wege des Schwarzwaldvereins sind mit einem farbigen Rautensymbol markiert. Diese Raute findet sich auf den Wegweisern, aber auch zwischen zwei Wegweisern hilft die Raute dabei, auf dem richtigen Weg zu bleiben. Dabei spielt es nicht mal eine so große Rolle, welche Farbe die Raute hat, entscheidend ist, zu welchem Ziel oder Zwischenziel man unterwegs ist.

Zwischen zwei Wegweisern leitet immer die Raute, die auf dem richtungs­weisenden Schild angezeigt wurde. Am nächsten Wegweiser kann die Farbe der Raute wechseln, wenn man zum Beispiel von einem örtlichen Wanderweg auf einen Fern­wanderweg einbiegt.

Laufen zwei oder mehr Fernwege ein Stück auf derselben Strecke, werden immer alle Fernweg­­markierungen gezeigt.  Wegemarkierungen mit der Raute finden sich in der Regel auf Sicht alle 200 bis 300 m.

Nach Abknicken eines markierten Weges findet sich nach 10 bis 50 m eine Raute als Bestätigungszeichen in der eingeschlagenen Richtung.

Richtungsänderungen werden mit Richtungspfeilen bzw. Raute und Pfeil angegeben.

4) Die Touristischen Wege

Wanderrouten, Themenwege, Prädikatswege … in den vergangenen Jahren sind zahlreiche touristische Wege im Schwarzwald neu geschaffen worden.

Allen gemeinsam ist, dass sie komplett in das Wegenetz des Schwarzwaldvereins integriert sind und in Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort und dem Wegereferat eingerichtet wurden. Auch für die Betreuung sind die Wegewarte des Ortsvereins zuständig.

Für touristische Wege gelten einige besondere Regeln.

Touristische Routen

Die touristischen Routen sind am Wegweiserpfosten mit einem kleineren Zusatzschild markiert. Zwischen den Wegweisern leitet die zugeordnete Raute. Das bedeutet: Trägt das Routenschild am Wegweiser z. B. eine blaue Raute, folgt man unterwegs eben dieser Raute bis zum nächsten Wegweiserstandort.

Prädikatswege

Im Schwarzwald gibt es unter anderem zertifizierte Tages- oder Halbtagestouren (Premiumwege = Genießerpfade und Qualitätswege). Das sind Wege, die mit hohem Aufwand optimiert und geprüft sind und so ein besonderes Wandererlebnis garantieren sollen. Beide Kategorien sind mit einem Routenschild mit zwei Zielen ausgestattet. Auch hier ist im Standortfeld die wegweisende Raute angebracht.

Sonderfall Genießerpfade und Qualitätswege

Wegen Anforderungen der Zertifizierung führt bei den Prädikatswegen unterwegs auch das Bollenhut-Zeichen zusätzlich zur Raute.

Wegeflyer: Wanderwege des Schwarzwaldvereins – Natur erfahren, Regionen erwandern, Traditionen erleben.
Faltblatt „Wanderwege des Schwarzwald­vereins“

Der Flyer informiert über die Wegemarkierung im Schwarzwald und zeigt auf einer Übersichtskarte den Verlauf der Fernwanderwege.

Stichwort Suche