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Aussichtsreiche Jubiläumswanderung - Auf den Spuren der Gründerväter
  Sonntag, 25.05.2014, 10 Uhr
 

Die Wanderung beginnt am Bahnhof, dem Wanderzeichen blaues Ö auf weißem Grund folgend, gelangen wir durch den Kurpark am Gießen entlang zur Lindenallee. Diese wurde 1886 von den Gründungsmitgliedern der Säckinger Ortsgruppe angelegt, es wurden 120 Linden gepflanzt um einen schattigen Weg zum beliebten Bergsee zu erhalten.

Den Ö-Weg folgend erreichen wir zunächst den Barfußpfad und bald das Wildgehege. Jetzt der gelben Raute folgend, gehen wir nach rechts einen schmalen, steinigen Weg vorbei an der Silberhöhle zum Gewann Umeich und weiter zur Bildbuche und den Wolfseichen. Auf einem breiten Weg erreichen wir den Totenbühlbrunnen und steigen weiter zum Totenbühlpavillon (650 m) auf. Dieser wurde 1959 zur 75-Jahr-Feier der Ortsgruppe erbaut. Hier bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf Bad Säckingen, das Rheintal und die Höhen des Fricktal. Nach einem kurzen Abstieg führt der Weg auf den Horizontalweg leicht ansteigend, immer wieder bieten sich schöne Ausblicke nach Süden Der Signalweg, den wir dann erreichen, hat seinen Namen von dem Brauch, bei Alpensicht eine Fahne zu hissen um den Sommerfrischlern, Feriengästen aber auch den Säckingern zu signalisieren, dass der Aufstieg zum Eggberg besonders lohnend war. Dieser „Alpenanzeiger“ wurde von 1893 bis zur Einführung einer Telefonverbindung 1900 unterhalten. Der Weg quert die Straße nach Egg und führt dann kurze Zeit steil nach bergab, ein Geländer ist hilfreich. Durch Buchenwald geht es in Serpentinen zum Bildstöckle. Dort gehen wir nach rechts ohne Markierung auf dem Langmattweg bis wir einen Brunnen im Schöpfebachtal erreichen. Wir folgen nach Westen einem breiten Weg, dem Rötheweg, und erreichen einen Waldpfad nach Süden, auf diesem kommen wir zur Röthekopfhütte (502 m). Dort wurde zum 50. Stiftungsfest der Ortsgruppe die erste Schutzhütte gebaut. Vor unserem Augen das Panorama auf den Bergsee, die Rheinschleife nach Westen und die Berge des Schweizer Juras. Nach Osten führt der Abstieg ins Schöpfebachtal. Bei trockenem Boden kann auch der Felsenweg nach Süden gewählt werden, ein wildromantischer Pfad. Ein schmaler Weg entlang einer Wuhre führt im Schöpfebachtal zum Günnenbacher Weg, diese schmale Straße gehen wir nach links und erreichen den Bergsee (382 m). Am östlichen Ufer entlang führt der Weg vorbei am Gasthaus zur alten Bergseestraße, wir zweigen dann auf den Franz-Müller-Weg ab. Diesen Waldweg gehen wir bis zum Thimospilz und wenden uns dann nach links, auf einem grasigen Weg erreichen wir wieder die Lindenallee.

     
  Leitung: Ingrid Bär
  Treffpunkt: Bahnhof Bad Säckingen
   
  Plz / Ort: 79713 Bad Säckingen
     
  Dauer: ca. 4 h
  Höhenmeter: ca. 350 m
  Verpflegung: Rucksackverpflegung
  Wanderkarte: Hotzenwald (Karte des Schwarzwaldvereins) 1:35000
     
  Anreise: per Bahn möglich
     
  Link: www.schwarzwaldverein-bad-saeckingen.de
  E-Mail: ingrid.karlheinz.baer@online.de
     
  sonstige Hinweise

R ö t h e k o p f : Dort stand einst eine Höhenburg (Wallburg), die den nach Süden gerichteten Bergsporn mit einem Abschnittswall und -graben abriegelte. Von der ehemaligen Burganlage sind nur noch geringe Wall- und Grabenreste erhalten. Vermutlich handelt es sich um eine Anlage der Vorgeschichte, darauf deuten die Funde, die aus der Steinzeit stammen, sowie die Form der Befestigung Der Heimatforscher Emil Gersbach fand hier bei Grabungen in den Jahren 1920 – 1924 Überreste zweier Kulturen der Altsteinzeit. Die bedeutenden Funde, darunter eine Schädelkalotte, sind im Hochrheinmuseum in Bad Säckingen ausgestellt.

B e r g s e e : Er ist ein bis zu 13 m tiefer Natursee, der um 1800 vergrößert wurde. Der „Schwarze See“, wie er damals genannt wurde, erhielt vom Schöpfebach durch einen unterirdischen Kanal Wasser zugeleitet. Am östlichen Ufer entstand ein künstlicher Abfluss, der einer Gewerbezone diente, die heute nicht mehr existiert. Joseph Viktor von Scheffel erlebte das Gewässer um das Jahr 1850 als Naturidylle und widmet in sein Werk „Der Trompeter von Säckingen“ dem See Verse und begründet so den Namen Bergsee. “Grüner Bergsee, Tannendunkel, seid viel tausendmal gegrüßet…“ Ab 1873 entwickelte sich der Bergsee zu einem beliebten Ausflugsziel, zeitweise fuhr dort ein Dampfschiff, heute sind Tretbootfahrten ein beliebtes Freizeitvergnügen.