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Leserzuschriften Ausgabe 2 / 2017

Kampf gegen Windmühlen?
Windenergie im Schwarzwald – sechs Jahre nach dem Auftakt zur Energiewende

Natursport im Schwarzwald
Wie unsere Aktivitäten Wildtiere beeinflussen


Im Reich von Holländer-Michel und Glasmännlein
Eine Wanderung auf den Spuren von Wilhelm Hauffs Märchen „Das kalte Herz“

Irmgard Steimle,  Ottenhöfen, 20. Juni per E-Mail
zum Beitrag "Diskretere Waldklos, bitte"
 
Zu diesem Thema möchte ich folgenden Tip weitergeben: Der hygiene-und umweltbewußte Wanderer hat neben Tempos oder Toilettenpapier stets ein paar Einmal-Pflegehandschuhe im Rucksack. Nach dem Waldklogang das Papier in der behandschuhten Hand behalten, den Handschuh beim ausziehen darüberstülpen und verknoten. So erreicht man ohne Probleme den nächsten Abfallbehälter. Dies dient auch der eigenen Hygiene da es meist keine Handwaschgelegenheit gibt.
 
Hans-Joachim Müller, Laufenburg, 22. Mai per E-Mail

Kampf gegen Windmühlen?
 Energiewende ist wegen des Klimawandels sehr wichtig, deshalb auch Windenergie!
Nicht alle SWV-Mitglieder sind der Meinung von Karl-Ludwig Gerecke!
 Die Einstellung von Klaus Schmieder (Seite 13), ist realistisch.
 
Barbara Sester, Freiburg, 15. Mai 2017 per E-Mail

Die letzte Zeit war ich öfters mit dem Zug unterwegs. Da hatte ich mal ausführlich Zeit, den neuen Schwarzwald zu lesen. Zumal mich das Thema Windkraft persönlich stark interessiert, nachdem die Windräder so massiv zunehmen. Auch in meinem Heimattal Kinzigtal sehe ich die vier neuen Räder in die Höhe wachsen und bin zwischen alternativer Energie, die man ja befürwortet, und Landschaftsbeeinträchtigung hin- und hergerissen. Ich finde das Themenheft super gelungen und die Beiträge sind sehr interessant und aufschlussreich. Auch sonst ein tolles Heft.
 
Achim Schwarzer, Bad Liebenzell, 11. Mai 2017 per E-Mail

Danke! Endlich hat auch der Schwarzwaldverein seine sture NEIN-Haltung gegenüber dem Thema Windkraftanlagen etwas differenziert. In den ganzen aufgeregten Debatten fehlt mir ein Funke Ruhe und Gelassenheit: Die Windkraftnutzung hat den eindeutigen Vorteil, dass die Geräte problemlos abgebaut werden können! Sie hinterlassen keine Müllhalden, keine giftigen Schlämme und selbstverständlich erst recht keine millionen Jahre lang strahlenden Rückstände. Es wird ganz sicher in der Zukunft Energiegewinnungstechniken geben, die die heutigen Windkraftanlagen mit ihren riesigen Windmühlrädern überflüssig machen. Und dann baut man sie einfach ab - und weg sind sie, als wären sie nie da gewesen. Weshalb wird also um einer zeitlich begrenzten Nutzungsvariante Willen, solch ein ungeheurer Wirbel veranstaltet?

Es wird die Forderung erhoben, dass die Windkraftanlagen "in die Landschaft eingepasst" werden sollen. Wie soll das gehen? Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass diese Anlagen den optimalen Wind abbekommen müssen, um wirtschaftlich sein zu können - und der weht eben auf den höchsten Höhen. Und deshalb sieht man sie auch aus den entferntesten Ecken, das lässt sich nicht verhindern. Es ist völlig unsinnig, Windkraftanlagen in die Täler zu stellen - dort sieht man sie zwar nicht, aber sie bekommen auch keinen Wind ab, der weht dort darüber hinweg.

Einzig die Frage bleibt, weshalb auf biegen und brechen unbedingt Nabenmühlräder mit Flügeln aufgestellt werden, es könnten ja auch senkrecht übereinander gelagerte Windschaufeln hingestellt werden. Ein in der Technik besser bewanderter Mitbürger sagte mir dereinst, die Flügelkraftwerke seien deutlich effizienter, d.h. es wird mehr Strom aus derselben Windkraft gewonnen. OK, kann sein. Aber meiner Überzeugung nach würden Schaufelwindkraftanlagen viel eher akzeptiert als die riesigen Flügelanlagen: Sie wirken aus der Ferne als Stangen, es gibt keine Beschattung und Vögel werden auch nicht erschlagen. Zum Ausgleich können auf dem Platz, den der Drehbereich eines Flügelkraftwerkes benötigt, mehrere solcher Schaufelstangen hingestellt werden. Und dann können sie vermutlich auch, sofern meine Vermutung zutrifft und der Bevölkerungsprotest sich tatsächlich deutlich verhaltener äußert, auch schneller hingestellt werden - ohne vorher durch sämtliche Instanzen durchprozessiert werden zu müssen.

Ein weiterer Punkt der Diskussion ärgert mich, seit die Windkraftanlagen überhaupt aufkamen und ich von den ersten Protesten dagegen hörte: Gegen diese Anlagen wird ins Feld geführt, sie führten zu einer "Verspargelung" der Landschaft und zu "zuviel Technik in der Landschaft". Aber in keinem einzigen Beitrag wurde je auf die bereits seit Jahrzehnten stehenden Strommasten zurück gegriffen. Die sind doch ebenfalls riesig, stehen über zig Kilometer einer hinter dem anderen und lassen zwischen den Masten auch noch die Leitungen herab hängen. Wer einmal versucht hat, ein Landschaftsfoto zu machen, wo solche Strommasten herum stehen, wird wissen, wovon die Rede ist: Entweder sind die hässlichen Masten im Bild oder die Leitungen. Diese führen dann auf den Fotos zu schwarzen Strichen. Als mir das zum ersten Mal passiert ist, dachte ich, die Kamera sei defekt. Ich habe den Fotoapparat  von vorne und von hinten untersucht und keinen Fehler gefunden. Erst eine Rückkehr an den Ort der Aufnahmen brachte die Lösung, woher die Striche kommen. Seitdem sind mir diese Masten und die hängenden Leitungen ein Dorn im Auge! Geht das nur mir so? Weshalb ergibt sich kein Protest gegen diese Masten? Und weshalb wird so heftig gegen die Windkraftanlagen polemisiert und kein Wort über diese Strommasten verloren? Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen!!!
 
Ueli Joss,Mitglied im Schwarzwaldverein Stühlingen, 3. Mai 2017 per E-Mail

Als seit 2013 engagierter Kämpfer gegen den Ausbau der Windkraft freuen mich Ihre kritischen Stellungnahmen. 
Leider erscheint Ihre für mich zu leise Kritik viel zu spät, nachdem noch vor Ende 2016, dem Wechsel von garantierter Einspeisung-Vergütung zum Ausschreibungs-Verfahren für neue Wind-Industrie-Riesen allein in Baden-Württemberg noch schnell weit über 100 Anlagen bewilligt wurden. Die Fragwürdigkeit des weiteren Windkraft-Ausbaus ohne Speichermöglichkeit zeigt sich darin, dass die  trotz privilegierter Netzeinspeisung abgeregelte Windstrom-Menge gemäß Bundesnetzagentur im Jahr 2015 4.124,9 Gwh betrug. Baden-Württemberg produzierte im gleichen Jahr mit 693,95 MW installierter Leistung 838.3 Gwh Windstrom, also 5 mal weniger Strom, als bundesweit vernichtet, aber an die Produzenten bezahlt werden musste.
 Im Artikel von Herrn Peter Lutz, Absatz BImSch-Genehmgiung wird geschrieben, dass "in der Anhörung Öffentlichkeit, betroffene Bürger und Behörden ihre Bedenken vorbringen können". Das stimmt nur für Windparks (welch beschönigendes Wort für diese Industrieanlagen) von 20 und mehr Mühlen. Aus meiner Sicht mehr als überfällig wäre eine SWV-Anleitung, welche zu Händen der Bezirke und Ortsgruppen verfasst werden müsste. Diese muss Widerstandsmöglichkeiten für alle Planungsphasen von Flächennutzungsplan, Widerspruch gegen ausgesprochene Genehmigungen bis zu Petitionen an den Landtag sowie Kontaktadressen für unterstützende Fachpersonen und Anwälte enthalten.
 Ich hoffe, dass Sie diesbezüglich schnellstmöglich aktiv werden.
 
Uli Knirsch, 88677 Markdorf, am 30. April per E-Mail

Wenn ich es richtig verstanden habe unterstützt der Schwarzwaldverein "prinzipiell" regenerative Energiequellen, möchte jedoch keine Windkraftanlagen in sensiblen Lagen sehen. Sie könnten diesen Standpunkt überzeugender darstellen wenn Sie definieren würden welche Lagen im Schwarzwald sie als weniger kritisch erachten.
 
Udo Krum, am 29. April 2017 per E-Mail:

Die Berichte über Windräder sind sehr interessant.

1983/84 wurden auf dem Turm der Teufelsmühle über ein ganzes Jahr hinweg im Auftrag des Frauanhofer-Instituts Freiburg von Studenten der Fachhochschule Karlsruhe der Wind und die Sonneneinstrahlung täglich gemessen, um festzustellen, ob sich ein Windrad oder Solarzellen an diesem Platze lohnen.
 
Das Ergebnis: Nur in den Monaten November, Dezember und Januar war ausreichend Wind vorhanden.  Nach Zeitungsberichten gab es im Januar 2017 nicht genug Wind.  (Der Bürgermeister war für ein Windrad wegen der zu erwarteten Pachteinnahme für die Gemeinde.)
 
Was in allen Berichten im letzten Heft und auch in Zeitungsberichten fehlt, ist der nachvollziehbare Nachweis des vorhandenen Windes. Der Hinweis auf den Windatlas taugt nichts, er stimmt auf jeden Fall mit den auf der Teufelsmühle  vor Ort gemessenen Werten nicht überein.
 
Und wer beseitigt und zahlt die Beseitigung ausgedienter Windräder? Kann der Schwarzwaldverein einen Vergleich der tatsächlichen Werte an den bereits vorhandenen Standorten mit den Werten des Windatlasses , auf den man sich meistens bezieht, bringen?
 
Eine Darstellung der Windverhältnisse an den geplanten Standorten wäre zwar gut, ist aber zu aufwändig.
 
Unsere Schwarzwälder Vorfahren waren nicht dumm. Sie kannten Windräder aus anderen Gebiete, aber sie bauten keine und nutzten dafür die ausreichend vorhandene Wasserkraft, aber diese wird ja heute nicht genügend auf Kosten der Verbraucher subventioniert.