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Leserzuschriften Heft 1/2016

Schwarzwaldbauern zwischen Weltmarkt und Idylle
Gibt es Auswege aus der Sinnkrise?


Die Auferstehung einer Schilderuhr
Siegfried Mantel aus Wolfach restauriert Schwarzwalduhren


Durch tiefe Schluchten und kahle Hochebenen
Schwarzwaldverein Straubenhardt auf Entdeckertour im Hohen Atlas

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Helia Schneider, Freiburg, per E-Mail am 09.04.2016

Bereits als Kind waren ich mit meiner Familie regelmäßig in den Bergen wandern und dieser Leidenschaft gehe ich bis heute nach. 
Ich kann mich dunkel an Situationen erinnern, in denen auf schmalen Pfaden Mountainbikefahrer an uns Kindern vorbei preschten und meine Mutter irgendwann dazu überging hinterher zu rufen „es lebe der Fußgänger“. Mir war das peinlich, aber sie prägte damit auch zunächst mein Bild von „rücksichtslosen“ MTB Fahrern auf Wanderwegen. 


Mittlerweile habe ich das MTB Fahren jedoch auch für mich entdeckt. Es ist eine andere Art den Wald und die Berge zu „erfahren“. Natürlich ist es auch der sportliche Aspekt, schaffe ich es diesen steilen Weg hinauf? Traue ich mich über Wurzeln, Stock und Stein diesen Trail hinunter? Aber es ist vor allem AUCH eine Möglichkeit in der Natur zu sein und sich körperlich ANDERS in ihr zu bewegen. 
Doch was erlebe ich jetzt als MTB Fahrerin: schimpfende Wanderer, Ablehnung, Verurteilung. 
Da ich nun beide Perspektiven kenne, habe ich mich zu einer „wandererfreundlichen MTB Fahrerin“ gemacht. Wie das geht: ich kündige von hinten an, wenn ich vorbei fahren möchte (je nachdem humorvoll mit: „nicht erschrecken, da kommt eine MTB Fahrerin, die aber nicht an Ihnen vorbeiheizen möchte“) oder ich frage freundlich „dürfte ich Sie überholen“ und manchmal füge ich hinzu: „ich bin auch Wanderin und weiß, wie es sich anfühlt, aber ich glaube der Wald hat genug Platz für uns alle“. Auch ein „ich möchte das Image der bösen MTB Fahrer verbessern, ich bin eine von denen, die auch langsam fahren kann….“ kommt bei den Wanderern gut an. In den meisten Fällen sind die Reaktionen der Menschen auf so eine banale Freundlichkeit sehr gut. Es haben sich auch schon richtig nette Gespräche ergeben.



Für mich ist der Arbeitskreis „Wandern und Mountainbike“, in der der Schwarzwaldverein Mitglied ist und sich mit einer offenen Haltung konstruktiv um Lösungen bemüht eine wichtige und gute Institution. Trotzdem: was der Verein auf dieser Ebene macht ist das ein, das andere ist, was jeder leisten kann: Vor allem die MTB FahrerInnen und als solche spreche ich an dieser Stelle: ich möchte an die Vernunft und die Einstellung zum Miteinander im Wald appellieren: Rücksichtnahme ist nicht schwer, im Gegenteil. Schmälert es unser Fahrerlebnis wirklich so sehr, wenn wir kurz abbremsen, wenn uns auf einem schmalen Pfad (den wir ja gar nicht fahren dürften, wenn wir uns an die 2 m Regel halten) Wanderer entgegen kommen oder wir welche überholen wollen? Tut es uns wirklich so weh einen netten Satz zu sagen und freundlich zu sein? 



Ich würde mir wünschen, dass sich beide Seiten im Wald friedlich, respektvoll und in wohlwollendem Miteinander begegnen, denn wir haben ja die gleiche Leidenschaft: in der Natur sein, uns erholen und körperlich aktiv sein - jeder auf seine Art!
Anja Jilg, Oberharmersbach, per-E-Mail, 1. März 2016

Ihr Bericht auf Seite 11 der aktuellen Ausgabe ist grundsätzlich in Ordnung und gut gemacht.
Die abgebildete "Faironika" oben rechts jedoch ist ein Fauxpas.
Sie zitieren den Präsidenten des BLHV, Herrn Werner Räpple, der sich für alle zum Verband gehörenden Landwirte einsetzt. Egal, ob Winzer, Obstbauer, Forstwirt oder Milchbauer ect. Das macht er sehr gut und dafür schätzen wir ihn.

Der "Bund Deutscher Milchbauern", dem die sogenannte "Faironika" zuzuordnen ist, hat damit überhaupt nichts zu tun.
Beim BDM handelt es sich um eine eigenständige Gruppierung von Milcherzeugern, die am BLHV und Präsident Räpple in aller Regel kein gutes Haar lassen.

Die "Faire Milch" ist Augenwischerei, nur ein kleinerer Teil der Milch vom jeweiligen Erzeuger wird entsprechend hochpreisig als "Faire Milch" vermarktet. Der Rest geht in den Spotmarkt. Der Markt gibt einfach nicht mehr her. Abgefüllt wird die Milch in Hessen oder Sachsen. Also von wegen Unterstützung der heimischen Landwirtschaft...

http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/was-ist-aus-der-fairen-milch-geworden--116455781.html

Wir Schwarzwaldbauern, die nicht dem BDM nahe stehen, liefern nach wie vor an die Schwarzwaldmilch. Kurze Wege, gentechnikfreie Weidemilch, viel BIO, Landschaftspflege durch Milchkühe. Authentisch.
Im Schwarzwald liefert wohl kaum ein BDM Mitglied die "Faire Milch". Die ist  für sie nur interessant, weil sie dem BDM gehört.

Liefern tun die BDM Kollegen an die "MILEI" in Leutkirch, die aus Magermilch spezielle diätetische Erzeugnisse herstellt. Und das zu einem deutlich geringeren Auszahlungspreis als wir ihn bei der Schwarzwaldmilch haben.

An die "faire Milch" liefern bundesweit 60 BDM -nahe Milcherzeuger.
An die Schwarzwaldmilch liefern über 1200 aus der Region! Wir Bauern sind auch noch Eigentümer unserer genossenschaftlichen Molkerei und stehen mit Herzblut dahinter.

Nehmen sie mir bitte nicht übel, wenn ich etwas ausgeholt habe, um die Sache mit dieser leidigen bunten Kuh richtig zu stellen.
Aber wer nicht dran ist am Thema, tut sich einfach schwer damit.
Trotzdem Danke für ihren Bericht, der in unserem Sinne darauf abzielt, Verbraucher zu sensibilisieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Anja Jilg
Milchbäuerin aus dem Schwarzwald
BLHV Kreisvorstandsmitglied
Aufsichtsrat der MEV Schwarzwaldmilch
Helmut Achilles, per E-Mail, 17.02.2016

Werte Frau Hennicke,
einen schönen und dazu absolut lesenswerten Artikel zum Beginn des Skifahrens im Schwarzwald haben sie da verfasst. Ich werde ihn in jedem Fall weiterempfehlen können. Eine kleine Anmerkung habe ich aber zu machen: Der höchste Berg des Deutschen Reiches außerhalb der Alpen war wohl der Kilimandscharo mit knapp 5900 m, da Deutsch-Ostafrika ein Teil des Reiches war. Sieht man einmal von diesem kolonialen Prachtstück ab, so ist doch immerhin die Schneekoppe im Riesengebirge/Schlesien mit 1.603m noch um einiges höher als der Feldberg. Wenn auch die Grenze zwischen den damaligen Ländern Preußen und Böhmen genau über den Gipfel läuft, so wurde er doch immer als ein deutscher Berg empfunden, da beiderseits der Grenze Deutsche wohnten. Soviel von einem schon etwas betagten Mitglied des Schwarzwaldvereins aus Schallstadt-Mengen. Ich freue mich auf weitere Artikel von ihnen.
In diesem Sinne ihnen, werte Frau Hennicke, ein "Küss die Hand" und noch einen bezaubernd schönen Tag.
Es grüßt Helmut Achilles

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