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Leserzuschriften Heft 2/2015

Über ein Umdenken nachdenken
Der Hauptverein initiiert Arbeitskreis Wandern & Mountainbike


Jugend auf dem Vormarsch
Kurze Geschichte des Neustarts der Ortsgruppe Birkenfeld-Gräfenhausen


Höfe-Kataster Hochschwarzwald – ein Erfolg
Erfahrungen aus einem Pilotprojekt

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Dr. Elmar Klein, 26.8.2015, per E-Mail:

Lieber Hans-Martin Stübler; Liebe Redaktion „Der Schwarzwald“,

das Nachdenken über Mountainbikes  (MB) scheint mir schon geboten.
Allerdings sollte man die neuen Entwicklungen bereits miteinbringen.
Anbei ein Artikel aus der „Wirtschaftswoche“, der mich die schlimmsten Bilder auf unseren schmalen Wanderwegen, vor Augen malen und befürchten lässt. Denn, natürlich würde jeder MB-Nutzer liebend gerne mit 25 bis 50 km Geschwindigkeit bereits die schmalen Wanderwege hinauf jodeln und erst hinunter? Da die elektrifizierten Geräte gar nicht von normalen unterscheidbar sein können, wie will man die normale Wanderfreude am Leben erhalten? Denn außerdem gilt, der Zustand der schmalen Wege, auf denen reger Fahrradverkehr herrscht, die ich kenne, ist beschämend. Ich füge den Artikel der „Wirtschaftswoche“ geschlossen bei ohne die derzeit aktuellen Sätze zu zitieren. Man kann sich so ein Bild von den möglichen Entwicklungen machen.  
Würden Sie, lieber Herr Stübler, freundlicherweise an H- Elsäßer und die Ministerien weiter leiten? Nicht dass die Forstverwaltung wieder von einer Tretmine fröhlich in die nächste tapst  ( z.B. zuerst in das  Waldsterben und dann wieder in CO2 - Verstrickungen wie Windräder).
 
Mit den besten Grüßen
Dr. Elmar Klein
 
Ewald Elsäßer, Gengenbach, 24.7.2015, per E-Mail:

Kleine Aktion,große Wirkung: Rechtzeitig freundlicher Klingelgruß und langsam!
Die fast ausnahmslos positiven Reaktionen auf meinen Beitrag in Heft 2/15 „Muß der Staat wirklich alles bis ins Detail regeln?“ermutigen mich ein letztes Mal (versprochen!) zu dieser Thematik zu äußern.
Es gab im Grundsatz keine  nennenswerten Einwände zu meinem Vorschlag: Wegfall der 2-m –Regelung auf normalen Wanderwegen (nur Sperrung bes. zertifizierter Premiumwanderwege) und im Gegenzug  gesetzlich fixierter Vorrang des Wanderers im Begegnungsverkehr Eigentlich kam öfters immer nur der banale,aber offensichtlich nicht zu unterschätzende Hinweis:
„Wenn die sich nur  rechtzeitig bemerkbar machen würden, man erschrickt immer so- und –die haben nicht mal eine Klingel!
Das Problem läßt sich meines Erachtens ganz einfach und unbürokratisch lösen:
Also, lieber Mountainbiker – wenn Wanderer in Sicht, rechtzeitig ein freundlicher Klingelgruß und langsam mit einem Hallo vorbei!

Ewald Elsäßer
 
Ben Pfluger, Karlsruhe, 23.6.2015, per E-Mail

Hallo Redaktion,
 
sehr schöne Ausgabe von der Schwarzwald, Danke für das „auf-die-Biker-zugehen“. Mir als Wanderer und Radler ist genau dieses respektvolle Miteinander wichtig.
 
Besten Gruß,
Ben Pfluger
 
Franz Huber, Zell a.H. 27.5.2015, per Briefpost

Betreff „Umdenken“ MTB

Sehr geehrte Damen u. Herren
Vor 2 Jahren hatten Sie diese Sache doch groß aufgerollt und jetzt schon wieder, damit schaffen Sie nur noch mehr Unfriede statt Friede, das dürfen Sie mir glauben. Wer will dieses „Umdenken“? ,- doch nur die Mountainbiker wo vorrangig der Kommerz dahinter steht, dass Sie sich davon beeinflussen lassen ist unverständlich. Ihre neue Strategie erfüllt mich mit großer Sorge, für was hat man sich Jahrzehnte lang mit leidenschaftlichem Idealismus dem Verein hingegeben,- z.B. in der Ortsgruppe als 2. Vereinsvorstand, in der Folge als Wanderwart, als Wegwart, Ende der 70iger Jahre ,-eine Skigruppe neu aufgebaut, damit viele Mitglieder geworben, 15 Jahre l. Skiwart, dann noch mal eine neue Wandergruppe aufgebaut, alles hat man gerne getan. Auch wir haben in unserem Verein eine gute MTB Gruppe Nie zuvor hab ich die Vereinszugehörigkeit bereut, doch jetzt kommen Zweifel auf.

Ein „Umdenken“ ,wofür ?, da sich die MTBler zum größten Teil noch nie an Vorschriften oder Gesetze gehalten haben und es auch nicht tun werden. Ja ,es kommt die Befürchtung auf, dass Sie mit dem „Umdenken“ den Wanderverein in ein Mountainbikverein umwandeln.

Verfolgt man Ihre Podiumsdiskusionen, ist herauszulesen, dass gar manche Redner an der tatsächlichen Praxis vorbeireden, ja manches zugunsten von MTB beschönigen. Die MTBler haben doch in unserem Ländle 8500 km erlaubte Wege, das ist wirklich genug .
Leider ist es Theorie , dass sich die Rücksichtnahme der MTBler gegenüber Wanderern gebessert hat, das Problem tritt ja nur auf, indem sie ohne Rücksicht schmalste Pfade mit Vorliebe befahren und das auch bei jedem Wetter. Ich kann Ihnen Fotos liefern von kaputtgefahrenen Wanderwegen, wo man nur noch Fahrradspuren und keine Schuhspuren mehr sieht. Schade um die schönen Wanderwege die man angelegt hat, weiterhin auch regelmässig pflegt, jetzt sind auch alle mit einer perfekt-schönen Markierung versehen. Ohne daran zu denken, nehmen sich die meisten MTBler hier alle Rechte heraus. Kein Wunder!, wenn MTB ler selbst, von Ihnen motiviert und die Wanderer konfrontiert werden. Zugegeben, es gibt unter den MTB lem auch feine Kerle, aber leider absolut in der Minderheit.

Will man mit Ihrem „Umdenken“ den MTB lem noch mehr Wald überlassen, werden sich noch mehr Waldbesitzer darüber ärgern und auf die sind wir vom Verein ja von jeher angewiesen. Da tun sich jetzt schon Probleme auf, auch bezüglich der Haftungsfrage!
Es wäre ja schön, wenn man einen Konsens finden würde, das neue Schlagwort „UMDENKEN“ wäre zu begrüßen, wenn die Vernunft die 1. Geige spielt und nicht der riesige Kommerz der hinter dem MTB steht. Da ist der SWV gefordert ein Machtwort zu sprechen, von wem sind denn die Wege erstellt worden, um die es jetzt geht!!.

Mit freundl. Grüßen!
Franz Huber
 
Max Steurenthaler, Titisee-Neustadt, 17.5.2015, per E-Mail:

Sehr geehrte Frau Hennicke,
 
die Beiträge zu o.g. Thema im Vereinsheft  „Der Schwarzwald“ 2/2015 habe ich aufmerksam gelesen. Teilweise kann ich den Ausführungen hierzu zustimmen, aber nur teilweise. Eine Überschrift lautet: „Es geht nur gemeinsam“.  Dieser Überschrift kann ich voll zustimmen.
 
Was mir nicht gefällt,  ist, dass die Interessen des Wanderers  „an die Wand gedrängt werden“.  Der Vorstand im Schwarzwaldverein lässt großzügig  zu, dass  die Interessen der Wanderer auf dem Finanz-Altar der Wirtschaftsverbände der Mountainbike Industrie geopfert werden.

Mountain-Biking, mit  E-Mountain Biking ist gegenwärtig ein sehr gut florierender industrieller Wirtschaftszweig. Die Käufer der Bikes werden von der Industrie mit allen zur Verfügung stehenden Marketing Instrumenten umworben.  Ergo hat die Industrie das aller größte Interesse an einer Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten eines Mountain Bikes. Der Industrie ist (verständlicherweise) jedes Mittel Willkommen um mehr Bikes absetzen zu können.
 
Wenn dies dann auch noch auf Kosten anderer möglich gemacht wird, umso besser. Hier setzt meine Kritik ein.
 
Die Mitglieder des Schwarzwaldvereins sorgen seit Jahr und Tag dafür, dass das Wegenetz erhalten und gepflegt wird. Ohne die Mitglieder des Schwarzwaldvereins, gäbe es heute keine Wege auf welche die Mountain-Biker,  im Sinne von Gleichberechtigung für alle,  jetzt Anspruch erheben.
 
Über die Köpfe der Mitglieder hinweg verteilt der Vorstand des Schwarzwaldvereins großzügig Gaben, für die letztendlich die Mitglieder den Kopf hinhalten müssen. Unter anderem auch in der Form, dass das wandernde Mitglied des Schwarzwald Vereins vom sich völlig frei und ungebunden fühlenden Mountainbiker „an die Wand drängen“  lassen muss.
 
Der Mountain Biker hält es noch nicht einmal für notwendig sein Fahrrad mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Klingel auszustatten, um den vorausgehenden Wanderer frühzeitig über sein Herannahen zu informieren.  
 
Dass ein Wanderer beim wandern auch gelegentlich meditiert (das ist bei keiner anderen Sportart möglich, und macht damit das Wandern so besonders wertvoll), kann sich ein Mountain Biker gar nicht vorstellen.  Oft hört man von Bikern: „wenn ich einen Wanderer sehe, dann rufe ich Achtung“. Die Biker schauen ganz verständnislos, wenn man ihnen sagt, dass man das gar nicht hört, wenn man meditiert.
 
Toleranz ist immer eine Sache des gegenseitigen Respekts. Wenn ich gezwungenermaßen auf einer Bundesstraße ohne Gehweg gehen muss, dann bin ich dort eben nur geduldet, die Fahrzeuge habe Vorrang und ich muss mein Verhalten entsprechend anpassen.
 
Wenn ich als Radfahrer auf einem 50 cm breiten Fußweg unterwegs bin, dann bin ich dort auch nur geduldet.   Der Fußgänger benutzt diesen Weg´, weil Generationen Fußgänger vor ihm diesen Pfad getreten und gepflegt haben. Als Radfahrer bin ich hier nur geduldet, und habe mich den Gepflogenheiten der Fußgänger unterzuordnen.   Wenn ich auf solch einem schmalen Weg „durchbrettern“ will, dann muss ich ihn eben selbst erst einmal auf meine Kosten herstellen.
 
Dies zu fordern, ist Aufgabe des Vorstandes des Schwarzwaldvereins, der in erster Linie  die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten hat, statt den wirtschaftlichen Forderungen der Bike Industrie nachzugeben. Ein gut verdienender Wirtschaftszweig, darf sich nicht zusätzlich bereichern an der schweigenden Mehrheit der Mitglieder im Schwarzwald-Verein.
 
Auf einem breiten Holzabfuhrweg stellt sich die Situation etwas verändert dar, so lange dieser kein Wanderweg ist. Aber hier wird sich der kluge Biker bestimmt dem Holzabfuhr Fahrzeug unterordnen.
 
Beispielsweise sei hier erwähnt, dass Teile des Schwarzwald-Mittelweges bereits als Biker-Weg vorgesehen sind, der Eröffnungstermin steht bereits fest (und wird beworben), ohne dass verbindliche Regeln für die Biker festgelegt wurden, geschweige denn eine Kostenübernahme durch die Biker.

Am Eröffnungstermin dürfen die Wanderer vom Weg hüpfen, damit die Rücksichtslosigkeit „freie Bahn“ bekommt. Und die Interessenvertretung der Wanderer gibt ihren offiziellen Segen dazu.
 
Vielen Dank für die freundliche Vertretung.
Max Steurenthaler
 
Heidrun Timm, Freiburg, 16.5.2015, per E-Mail:

Sehr geehrte Redaktion,
 
1.) Zunächst zum Titelbild des Heftes "Der Schwarzwald" 2/2015 : "Mountainbiker am Feldsee":
Der Flyer des Regierungspräsidiums Freiburg "Naturschutzgebiet Feldberg" enthält eine Karte, die besagt,  dass der Weg um den Feldsee für Radfahrer nicht freigegeben ist. Das Bild hätte daher keinesfalls abgebildet werden dürfen!
Laut telefonischer Auskunft des Reg.Prä. gilt das Fahrverbot für Räder, ist jedoch nicht durchsetzbar! Ranger könnten jedoch eine Strafanzeige erstatten.
2.) Da der Beitrag "Über ein Umdenken nachdenken" auf S.5f erwähnt, dass "...konflikthafte Begegnungen, die nach einer Studie des Instituts für Forst- und Umweltpolitik der Uni Freiburg ohnehin eher Ausnahmen..." sind, sende ich Ihnen in der Anlage die besagte Studie.

Die gemachte Aussage (Tafel 12) Störempfinden der Wanderer durch MTBer (Tag der Befragung/früher) 89% / 64% fühlten sich gar nicht oder etwas gestört 7% /12% fühlten sich ziemlich oder sehr gestört wird hinfällig, wenn man bedenkt, dass die Befragung lediglich an einem Tag erfolgte!  Eine „wissenschaftliche“ Befragung, die lediglich 651 Wanderer und 279 MTBer (laut ForstBW gibt es in BW tägl. 1 Million Waldbesucher) erfasst, ist nicht repräsen­tativ, von ihr kann man keine signifikanten Ergebnisse erwarten!

Bei dem Verhältnis 651 Wanderer zu 279 MTBern hat am Tag der Befragung im Durchschnitt nur jeder 2. Wanderer 1 MTBer gesehen, noch dazu zumeist auf einem 2m breiten Weg, der genügend Distanz zwischen den Beteiligten lässt. Die für konfliktlose Begegnungen so positiv ausgefallene Beantwortung (68% fühlten sich nicht gestört) kann man daher getrost vergessen.

Wären konflikthafte Begegnungen die Ausnahme, so müsste die gegenseitige Akzeptanz ja hoch sein. Aus der Studie geht jedoch eindeutig hervor, dass es an gegenseitiger Akzeptanz fehlt. Laut Tafel 16 wünschen 4/5 der MTBer sowie 2/3 der Wanderer mehr Rücksichtnahme", fühlen sich also gestört. Deshalb sind 2/3 der Wanderer und 1/2 der MTBer auch für eine Trennung der Wege.

Gegenseitige Akzeptanz ist bei allem gegenseitigen Respekt auch nicht zu erreichen. Tafel 10 bezeugt, dass es sich um differenzierte Prioritäten handelt. Während der MTBer vor allem die sportliche Herausforderung liebt (deshalb langweilen ihn breite Forstwege), misst der Wanderer der Ruhe gegenüber der Bewegung eine größere Bedeutung bei. Wie will man da zusammenkommen?

3.) Zum Beitrag "Eine Frage des Respekts":

Zur Erwähnung des Verhaltens von Wanderern auf breiten Waldwegen (gegen Ende des Beitrages:"Jedoch sollten sich insbesondere ...") und dem verzweifelten Klingeln und Rufen von Radfahrern bzgl. Freigabe des Weges folgende Anmerkung: Nun wird klar, der Wald ist nicht mehr Rückzugs- und Erholungsgebiet, in dem man Ruhe und Stille findet. Vielmehr soll man sich auch in ihm wie im Straßenverkehr verhalten und rechtzeitig dem stärkeren Verkehrsteilnehmer Platz machen, wenn er dies klingelnd oder rufend fordert!
 
Gegenargument:
 
Wo anders als in  Parkanlagen, dem  Wald oder anderen Naturräumen können Wanderergruppen gemütlich plaudernd nebeneinander laufen? Auch Kindern konnten bisher auf breiten Waldwegen mal munter die Seiten wechseln. Jetzt aber muss man ihnen sagen, dass sie sich im Wald wie im Straßenverkehr zu verhalten haben, dass sie stets darauf achten müssen, dass sie nicht etwa einem Radfahrer in die Quere kommen.
Also, auch im Wald gilt: Aufgepasst, an der Seite bleiben, es könnten ja Radler kommen.
Diese können leider nicht absteigen, da sie ihr Rad wie eine Protese tragen, mit ihm fest verbunden sind. Absteigen, das Rad durch die Gruppe schieben, evtl.  kurz  grüßen, sich auch unterhalten, nach Weg und Ziel fragen ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit und dem teuren Prestigeobjekt, nicht angemessen (s. Beitrag:"Über ein Umdenken nachdenken", S..5 unten:"Die Biker, die zum Teil auf mehreren tausend Euro teuren Sportgeräten unterwegs sind,.." Diese Tatsache zu erwähnen ist lachhaft, sie berechtigt absolut zu nichts!)
 
Auch wenn auf breiten Waldwegen für Fußgänger und Radfahrer die Gleichberechtigung gilt, sollte hier der Vorschlag des ehemaligen Forstdirektors Ewald Elsässer "Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen, im Begegnungsverkehr hat der Wanderer grundsätzlich Vorrang vor dem Radfahrer" (S.6) gelten.
 
Der gegenseitigen Respekt (Wanderer / MTB) muss vor allem gegenüber der Natur gelten! Diesen Aspekt berücksichtigt der Artikel nicht. Die Natur wird als Freizeitraum und Sportarena für Wanderer und MTBer gesehen.
Bzgl. der schützenswerten Natur geht es nicht um Vorrechte des einen oder anderen, sondern schlicht um die Erhaltung der letzten Naturreserven, die wir noch haben und zwar in einer Weise, dass sie den Namen Natur noch verdient. D.h. die Natur steht an erster Stelle, ihr ist Respekt zu zollen. Verkehrsmittel (das MTB ist eins, wenn es sich auch als Sportgerät tarnt) haben darin im Grunde absolut nichts zu suchen. Wenn sie dennoch geduldet werden, so muss sich der MTBer sehr zurückhaltend verhalten.
 
Die Bedeutung der Natur als "Kraftreserve" für uns Menschen ist nicht zu unterschätzen, wird aber zunehmend weniger gewürdigt und vermehrt dem Kommerz geopfert.
In unserer beschleunigten, technisch hochgerüsteten Welt, in der viele Erwachsene unter Stress, Burnout und Kinder unter sog. Aufmerksamkeitsdefiziten leiden, bildet die Natur für den Menschen die letzte Möglichkeit, sich auf sich selbst zu besinnen, sich in ihr zu regenerieren,endlich mal Ruhe und Stille zu erfahren, die es im sonstigen Alltag nicht mehr gibt. Die Natur, ungetrübt von Störungen, ist ein kostenloser Therapeut!  
 
4.) Im Interesse der Bewahrung unserer Natur, wäre die Beachtung der folgenden Punkte sinnvoll:
 
a) Zum Schutz der Natur sollten die vorhandenen Gesetze in Flyern u. Touristenprospek­ten bekannt gemacht werden. Dazu gehört u.a. auch das Rauchverbot im Wald vom 1.3.- 31.10.
b) In Touristenprospekten veröffentlichte Fehlinformationen, dazu gehören auch Bilder von MTBer auf nicht erlaubtem Terrain, haben künftig zu unterbleiben oder sind gesetzlich zu ahnden.
c) Naturschutzgebiete sollten für Mountainbikes generell ”tabu” sein. D.h. er kann aber absteigen und sein Rad schieben..
d) Sollten bestimmte schmale Wege (unter 2m Breite) für den Biker ausnahmsweise erlaubt sein, so muß er absteigen, sobald er auf Fußgänger trifft. Überhaupt hat er auch auf breiten Wegen angesichts von Fußgängern so langsam zu fahren, dass diese beim Heranfahren von hinten nicht erschrecken.
e) Das Mountainbike müsste endlich wieder als “Verkehrsmittel” eingestuft werden.
f) Ein Prominenter als Pro-Natur Vertreter wäre sinnvoll.
 
Mit freundlichen Grüßen
Heidrun Timm
in Vertretung für zahlreiche Wanderer, die sich - durch zunehmende Nutzung der Wanderwege durch Biker - in ihrer Erholung beeinträchtigt fühlen.
 
Hendrik Ockenga, Stuttgart, 6.5.2015, per E-Mail:

Liebe Frau Hennicke, sehr geehrter Herr Stübler, hallo Herr Bastian,
 
meinen ganz herzlichen Dank für den Themenschwerpunkt 'Mountainbike' in Ihrem aktuellen Heft! Genau so ein Zeichen für ein bewusstes und von allen Seiten gewolltes Miteinander im Wald brauchen wir, um die letzten Konflikte zu überwinden. Konflikte, die ich in der Praxis im Wald als Radfahrer und Spaziergänger ohnehin kaum kenne und die meines Erachtens vor allem in der Presse und auf Verbandsebene stattfinden. Ich freue mich umso mehr, dass der SWV dem ein so klares Bekenntnis zum Miteinander entgegensetzt.
 
Wollen Sie diese Position nicht vielleicht auch als Pressemitteilung veröffentlichen?
 
Ich sehe eine Riesenchance darin, dass alle Verbände - aber auch der Tourismus - abgestimmt aufeinander und miteinander Aufklärung unter ihren jeweiligen Mitgliedern und Zielgruppen betreiben. Eine gemeinsame Kampagne "Seid nett zueinander!" könnte zum Beispiel ein Ansatz sein.
 
Es gilt zudem einige Fragen gemeinsam (!) zu klären:
- sollen Radfahrer klingeln oder sich anders bemerkbar machen?
- gibt es Brennpunkte, die einer Sperrung zu bestimmten Tageszeiten/Tagen bedürfen?
- wie können wir die Gelegenheits-Spaziergänger und -Radler erreichen?
 
Noch ein Wort zum Leitartikel:
Da wird der schwindende Rückhalt für die 2-Meter-Regel mit einem schwindenden Rückhalt für die Wanderer gleichgesetzt. Dieser Satz wirkt in dem ansonsten durch und durch positivem Text wie ein Fremdkörper. Wenn man wie in Hessen eine gemeinsame Lösung findet, wird es auch ohne 2-Meter-Regel eine bessere Lösung geben. Gerade auch im Sinne der Wanderer, denn was nutzt ein pauschales Verbot, wenn es nicht wirksam ist? Erst durch die Aufhebung der 2-Meter-Regel können lokale, sinnvolle Verbote wirksam werden.
 
Lassen sie uns die Verbote zur Ausnahme machen, aber zu wirksamen Ausnahmen gerade auch im Interesse der Wanderer!
 
Mit herzlichen Grüßen aus Stuttgart
Hendrik Ockenga
 
P.S.: Kann ich eigentlich in Stuttgart eine SWV-Ortsgruppe gründen? Die kompromisslose Position des SAV ist für Leute, die auf dem Rad und zu Fuß "wandern" ja nicht gerade einladend.
Werner Dürr, Bad Wildbad, 6.5.2015, per Briefpost

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

meine Überraschung war groß, als ich die Berichte über Mountainbike im Schwarzwald gelesen habe.

Ich bin seit mehr als 13 Jahren ausgebildeter Trainer (C) im Radsport. Es liegt an der Natur der Sache, da ich mitten im Nordschwarzwald lebe, dass ich mit dem MTB überall im Schwarzwald und in Europa unterwegs bin.

Ich war lange Zeit Vorstand bei der Skizunft Calmbach, aktiv als Skilangläufer und Alpinfahrer und als in den 80er Jahren die Schneelagen immer schlechter wurden, habe ich eine Radabteilung bei der Skizunft Calmbach gegründet. Diese Abteilung hat inzwischen vier ausgebildete Trainer im Radsport, leider steht bei uns im Verein kein ausgebildeter Trainer im Skisport zur Verfügung. Das ist ein Beweis wie hoch der Radsport (nicht die Straßenfahrer) bei uns im Verein im Kurs stehen.

Ich bewege z.Zt. jeden Mittwoch eine Gruppe MTB-Radfahrer durch den Schwarzwald, ca. 15 bis 20 Personen und ich hatte noch nie Probleme mit Wanderern.
Seit einigen Jahren bin ich ausgebildeter Wanderführer und führe auch Wanderungen im Schwarzwald durch. Auch da gab es bis jetzt keine Probleme.

Sicherlich gibt es auf beiden Seiten, Radfahrer und Wanderer, auch schwarze Schafe, gleich wie bei Autofahrern, das wird man nicht verhindern können.
Vor zehn Jahren hatte ich mit meiner MTB-Gruppe unsinnig viele Strecken im Bereich Bad Wildbad, ca. 300 Kilometer, ausgeschildert. Die Planung lag in den Händen eines Dr. Wöhstein. Auch da war ein Single-Trail enthalten, den ich inzwischen umgeschildert habe. Diese Schilder wurden teilweise auch an den Wegweisern des SWV angebracht. Das hat dazu geführt, dass in einer Gemeinde die Schilder abmontiert wurden. Wahrscheinlich von SWV-Mitgliedern. Ich bin froh, dass sich beim Schwarzwaldverein jetzt etwas bewegt, denn mit einem guten Willen können beide Parteien auf unseren Wegen gut leben.
Ich bin gerne bereit mich an einem, Arbeitskreis zu beteiligen, der sich der Problematik annimmt.

Mit freundlichen Grüßen,
Werner Dürr
 
Heiko Mittelstädt, Oppenau, 5.5.2015, per E-Mail:

Lieber Schwarzwaldverein,

ich darf Euch zu dem gelungenen Heft gratulieren. Endlich nimmt sich der SWV dem Thema Mountainbike an und bekennt sich zu den Realitäten. Ich denke es ist die richtige Zeit sich als ein Verein für alle Erholungssuchenden im Schwarzwald zu positionieren und nicht weiter Grabenkämpfe zu führen.

Seit über 20 Jahren fahre ich im Schwarzwald mit meiner Familie MTB. Konflikte sind selten und wenn, dann nur in der "Rechthaberei" begründet auf die sich mancher Wander beruft. Es wird Zeit für ein Miteinander auf allen Wegen einzutreten.

Ich bin mit meiner Familie seit Jahren Mitglied der Ortsgruppe Oppenau, aber ich kam die letzen Monate ins zweifeln ob ich dort, angesichts der Haltung des Hauptverbandes zur 2- Meter Regel, noch als Radfahrer willkommen bin. Sie haben mit diesem Heft die richtigen Weichen gestellt, dass auch in Zukunft alle Menschen sich in Ihrem Verein zu Hause fühlen können. Auch wenn diese den Schwarzwald nicht nur zu Fuss, sondern eben auch mit dem MTB, geniessen wollen.

Heiko Mittelstädt
 
Uwe Wagner, 4.5.2015, per E-Mail:

Selbst die  seltenen  Konflikte, die entstehen müssten nicht sein. Diese gibt es nur, weil sich die alteingessenen Wanderer gestört fühlen und ihnen seitens des Gesetzes auch noch das Recht gegeben wird andere Wegenutzer nicht zu akzeptieren.

Ich würde mich freuen wenn es auch in BW nur noch nette und freundliche Begegnungen gäbe. In der Pfalz geht das ja auch.

Lasst uns lieber gemeinsam dafür eintreten, daß nicht immer mehr Wege von der Forstwirtschaft zerstört und in Waldautobahnen umgewandelt werden.
Denn Wandern macht ja auch mehr auf Pfaden Spass. Und darum gibt es in der Pfalz auch keine Probleme. Es gibt genug Pfade. Im BW fast nur noch Forststraßen, auf denen der Begegnungsverkehr Biker und Wanderer problematischer ist, weil Wanderer gerne  nebeneinander laufen, sich unterhalten und Biker hier in der Regel schneller und damit gefährlicher empfunden werden.
 
Carsten Schymik, 4.5.2015, per E-Mail:

Liebe Redaktion,

ich muss Ihnen vielen Dank und meinen Respekt aussprechen, denn Sie haben in der aktuellen Ausgabe der Vereinszeitschrift die richtigen Worte gefunden, auf die ich als Wanderer, Naturliebhaber und Mountainbiker seit Jahren gewartet habe.

Ich freue mich sehr über diesen Paradigmenwechsel beim Schwarzwaldverein. Dieser Schritt war überfällig. In ganz Deutschland gibt es ein friedliches Miteinander aller Waldbesucher. Mountainbiker suchen ebenso Erholung in der Natur wie Wanderer. Die oft beschworenen Konflikte finden in der Realität nicht statt, höchstens am Stammtisch und in den Köpfen unserer Politiker.

Ich in selbst jedes Jahr über 8000 km mit dem Bike in ganz Europa unterwegs. Konflikte kenne ich nur in Baden Württemberg, und dabei geht es stets darum, dass wir Biker angeblich illegal unterwegs sein sollen.
Ich lebe auf der Schwäbischen Alb. Der dortige Wanderverein verharrt leider immer noch in seinem Alterstarrsinn und verweigert unter Anderem auch jegliche Zusammenarbeit bei der Wegepflege mit den Mountainbikern.

Gleichzeitig wird über Mitgliedermangel, Überalterung und Nachwuchssorgen gejammert. Wir Biker pflegen unser Wegenetz daher seit Jahren selbst, und davon profitieren auch die Wanderfreunde. Vor allem wenn nach Forstarbeiten manch ein Weg monatelang blockiert und unpassierbar ist.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und kann den beschritten Weg nur unterstützen. Nur gemeinsam gelingt eine Zukunft, die ohne überflüssige Fehler im Gesetzestext auskommt und wo Toleranz, Akzeptanz und Rücksicht gemeinsam auf allen Wegen das Ziel aller Naturbesucher ist.

DANKE!
MFG Carsten Schymik
 
Reinhard Klotz, Calw, 2.5.2015, per E-Mail:

Liebe Redaktion,
es freut mich immer wieder, wenn ich eine neue Ausgabe unserer Vereinszeitschrift erhalte. Die Zeitschrift wird einfach von mal zu mal immer besser. Schon wirklich klasse! Das angestaubte, haben Sie erfolgreich zurückgedrängt und auch ein wirklich ansprechendes Layout gefunden.
Was mir besonders gefällt ist die klare Gliederung und vor allem der Abschnitt: Wandern. Endlich mal auch in der Schwarzwaldverein-Zeitschrift Vorschläge zu Tageswanderungen. Die Brandenkopfumrundung ist im wahrsten Sinn des Wortes, einfach eine runde Sache.
Weiter so!

Viele Grüße
Reinhard Klotz
 
Edgar Schenk, 30.4.2015, perE-Mail:

Mtb und Wandern passt zusammen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Weiter so. Als begeisterter,  teils illegaler MTB komme ich in Versuchung Mitglied im Verein zu werden.

Edgar  Schenk
 
Rainer Herrmann, Bad Kreuznach, 30.4.2015, per E-Mail:

Werte Damen und Herren,

als begeisterter Senior-Mountainbiker (64) der nach langen Bergwander- und Kletterjahren erst jenseits der 50 und aufgrund von Knieproblemen zum Mountainbiken gekommen ist, verfolge ich die teils verbissene Diskussion um die 2m Regel in BW und kann immer wieder nur über den Kopf schütteln, mit welcher Verbissenheit (und ausgeprägter deutscher Rechthaberei) selbst die dämlichsten Regeln verteidigt werden. Und das ausgerechnet in einer der schönsten Ferienregionen Deutschlands.

Klar gibts eine Minderheit von Unverbesserlichen bei den Mountainbikern genauso wie es verbockte Prinzipienreiter bei den Wanderern gibt.
Oftmals findet man die eher im näheren Umfeld von bewirtschafteten Hütten und Liften als auf den weiter entfernteren, schwierigeren Pfaden (die gerade für die Mountainbiker wiederum interessant sind).

Wenn lokale Liftbetreiber, die sich bnerechtigte Sorgen um die Schneesicherheit und ihre Zukunft machen, vermehrt interessante, den Mountainbikern vorbehaltene Strecken anbieten würden (siehe z. B. in meiner Nähe die Stromberg Flow Trails), würden vermutlich der größere Teil der "Problembiker" (= Enduristen und Downhiller) auf den Wanderwegen wahrscheinlich gar nicht mehr als Problem in Erscheinung treten, da übliche lange Strecken mit anstrengenden Bergaufpassagen nicht in deren Interesse liegen.

Damit blieben als Konfliktgruppe (aus Sicht der Wanderer) überwiegend Leute wie ich übrig, die große Mehrheit der Genußbiker, die gern bergauf UND bergab fahren, den Aufenthalt in der Natur lieben und den größeren Radius des Bikes gegenüber dem Wandern schätzen - und mit denen die wohlwollenden Wanderer schon bisher keine Probleme hatten. Und viele von uns Genußbikern fahren auch meist auf den breiteren Wegen (allein aus Orientierungsgründen). Aber eben nicht nur. Da wärs nur schön, wenn man ohne Zollstock und ohne schlechtes Gewissen, eine Gesetzesübertretung begangen zu haben, auch mal schmalere Wege benutzen dürfte. Und daß Mountainbiker - egal welcher Disziplin - weglos, querfeldein durch den Wald jagen und Tiere verscheuchen, hab ich noch nie gesehen. Pilzsucher und freilaufende Hunde als Übeltäter dagengen schon häufiger.

Ich persönlich würde mich daher freuen, wenn BW/der Schwarzwald es schaffen würde, sich die Meinung von Herrn Elsäßer zu eigen zu machen und pragmatische, auf gegenseitiger Rücksichtnahme basierende Regeln zu schaffen und die 2-M-Regel in die Tonne für bürokratische Monster ohne Praxiswert zu treten.

Daß das funktioniert, sieht man ausgesprochen erfolgreich in der Schweiz, im Vinschgau, aber auch in der Pfalz und sogar an Hamburger - stark frequentierten - Elbhängen. Um nur die Gebiete zu nennen, in denen ich meistens unterwegs bin.

Das Konzept, 10% Strecken als MTB-Strecken auszuweisen, erscheint mir als Kopfgeburt und bürokratisches Monster, das mit Sicherheit keine echte praxisnahe Lösung ist.
Es wird sicher dazu beitragen, daß Ortsfremde sich leichter orientieren können (und daher vielleicht sogar zum ersten Mal vor Ort Bikes mieten werden zum Ausprobieren (vermehrt auch E-Bikes, wenns überwiegend Forstwege und breite Wegstrecken sind).

Für die vielen ortsansässigen Biker, ist das ganze mit Sicherheit ein Witz, und sie werden sicher weiter eher auf den (nur) ihnen bekannten Trails unterwegs sein.

Ich würde mich freuen, wenn der Schwarzwaldverein in dieser Diskussion eine Vorreiterrolle übernehmen würde und vernünftigen, praktikablen Lösungen den Weg bahnen helfen würde. Mit der Broschüre 2/2015 scheint mir ein guter Anfang gemacht worden zu sein.

Beste Grüße aus dem pfälzischen Bike-Paradies
Rainer Herrmann

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