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Meldung vom 16.06.2018


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ZUKUNFTSPROZESS STARTET IN DIE ENTSCHEIDENDE RUNDE

Delegiertenversammlung des Schwarzwaldvereins tagt in Schluchsee, Peter Wehrle als Vizepräsident wiedergewählt (16. Juni 2018): Im Kurhaus in Schluchsee kamen Delegierte der 220 Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins zu ihrer jährlichen Versammlung zusammen.
Inhaltlicher Schwerpunkt war der Zukunftsprozess „Schwarzwaldverein 2030“, für den der Verein im kommenden Jahr unter anderem die Struktur des Hauptvereins, Satzung und Leitbild überarbeiten will.
 
Doch auch landespolitische Themen wie Wolf und Windkraft beschäftigen den Verband zu dem 65.000 Mitglieder gehören. Zudem beklagte Schwarzwaldvereinspräsident Georg Keller eine steigende Belastung des ehrenamtlichen Engagements durch das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung: „Wir können nicht akzeptieren, dass wir als ehrenamtlich geführte Vereine dieselben Anforderungen zu erfüllen haben wie ein gewinnorientiertes DAX-notiertes Unternehmen“.
 
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer begrüßte die Delegierten in Schluchsee und bedankte sich für die vielfältigen ehrenamtlichen Leistungen bei Wegemarkierungen, Wanderangeboten und Kulturarbeit: „Wir wüssten nicht, was wir ohne Sie täten“, unterstrich sie die Bedeutung des Schwarzwaldvereins. Zugleich warb sie für Akzeptanz der Windkraft im Schwarzwald, um die Klimaziele zu erreichen. Dabei nannte sie es legitim, dass der Schwarzwaldverein im Sinne des Landschaftsschutzes gegen einzelne Projekte Einspruch erhebe.

Grußworte sprachen ebenfalls Schluchsees Bürgermeister Jürgen Kaiser, der Vorsitzende der gastgebenden Ortsgruppe, Uwe Frommherz, sowie der Präsident des Deutschen Wanderverbandes Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß.
 
Wichtigster inhaltlicher Tagesordnungspunkt war die Vorstellung der Reformvorschläge, die aus dem seit 2016 laufenden Zukunftsprozess „Schwarzwaldverein 2030“ resultieren. Hauptgeschäftsführer Mirko Bastian stellte drei konkrete Reformvorhaben vor, die im kommenden Jahr durch Beschluss zu einer neuen Satzung und einem neuen Leitbild führen sollen.
Das neue Leitbild soll Prinzipien der Regionalität und Nachhaltigkeit formulieren, zugleich im Schwarzwaldverein die gemeinsame Identität stärken und das Prinzip der Gegenseitigkeit betonen.
In einer Strukturreform soll das Leitungsgremium des Vereins schlanker werden. Es soll sich aus einem vierköpfigen ehrenamtlichen Präsidium, Vertretern von vier Regionen, statt wie bisher aus 16 Bezirken, sowie Vertretern von fünf Fachressorts zusammensetzen.
Weiterhin soll das Mitgliedschaftsmodell des Hauptvereins reformiert werden. Mitglieder in einer der 220 Ortsgruppen sollen automatisch auch Mitglied des Hauptvereins sein.
Die Ortsgruppen sollen nun einige Monate Zeit haben, zu diesen Vorschlägen Stellung zu nehmen, bis 2019, bei der 150. Delegiertenversammlung in Konstanz der Reformprozess zur Beschlussfassung ansteht.
 
Verdiente Mitglieder des Vereins wurden mit dem goldenen Ehrenzeichen und der Verdienstmedaille des Schwarzwaldvereins ausgezeichnet. Dass es gelingen kann, auch in Zeiten rückläufiger Bindungsbereitschaft an Vereine, neue Mitglieder für die eigene Sache zu gewinnen, bewiesen die vier Ortsvereine Lörrach, Haiterbach, Lahr und Hausach, die für ihre erfolgreiche Mitgliederwerbung geehrt wurden.
Weitere Preise wurden für Kulturarbeit (Schwarzwaldverein Altensteig) und gelungene Aktionen in der Familienarbeit (erster Preis: Familiengruppe Tengen) vergeben.
 
Die Delegierten bescheinigten der Vereinsführung eine ordnungsgemäße Arbeit und stimmten dem vorgelegten Haushaltsplan zu. die Versammlung wählte Peter Wehrle aus Sulzburg zum zweiten Mal einstimmig zum Vizepräsidenten. Durch Wahl wurden weitere Posten von Hauptfachwarten, Rechnungsprüfern sowie des Amt des Leiters der Heimat- und Wanderakademie besetzt.
 
Am Nachmittag beschäftigten sich die Delegierten inhaltlich mit den vorge­schlagenen Reformen des Vereins, dazu gab es für die Ehrenamtlichen weitere Workshops zu den Themen Datenschutz, Wegemarkierung, Windkraft und Wanderservice.
 
Die Ortsgruppe Schluchsee, die die Versammlung im Rahmen ihres 125-jährigen Jubiläums ausrichtete, bot am ganzen Wochenende vor außergewöhnlicher Kulisse ein vielfältiges Rahmenprogramm von Rockkonzert über Stand-Up-Paddling bis hin zu natur- und heimatkundlichen Wanderangeboten.
 
In Weil der Stadt, im Norden des Vereinsgebietes, fand im vergangenen Jahr das Treffen der Schwarzwaldvereinsfamilie statt. Den Wimpel des Schwarzwaldvereins brachte nach guter Tradition eine Wandergruppe aus dem Heckengäu an den größten Schwarzwaldsee. Der Schwarzwaldverein Schluchsee trägt 2019 den Wimpel zur 150. Hauptversammlung des Schwarzwaldvereins an einen noch größeren See: nach Konstanz.
 

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