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Ein Haus feiert Jubiläum

Das Haus der Natur am Feldberg wird 20 Jahre alt. (© Naturschutzzentrum Südschwarzwald)

Seit 20 Jahren Haus der Natur am Feldberg – Schwarzwaldverein von Anfang an mit dabei! 20 Jahre ist es nun her, dass das Haus der Natur auf dem Feldberg eröffnet wurde. Zwar ist das Naturschutzgebiet am Feldberg schon 1937 (!) als eines der ersten ausgewiesen worden, doch erst im neuen Jahrtausend – im Dezember 2001 – bekam das höchste und größte Schutzgebiet im Land ein eigenes Informationszentrum.

So ganz freiwillig war die Entstehung des damals größten Naturschutzzentrums im Land nicht. Lange zuvor hatte der Schwarzwaldverein es schon angeregt: Der höchste Berg des Schwarzwalds benötige angesichts des Besucherstroms ein Informationszentrum zur Natur und zu den Freizeitaktivitäten, war der Verein überzeugt. Um die Sache ins Laufen zu bringen, eröffnete der Schwarzwaldverein am 1. Februar 1996 auf eigene Initiative die „Naturschutz-Infostation Feldberg“. Sein Leiter war Diplom-Forstwirt Hubertus Knoblauch, der im Eingangsbereich des Feldberg-Hotels mit einer kleinen Ausstellung residierte und täglich den Besuchern zur Verfügung stand. Durch diese Aktivitäten kam nun auch Bewegung in die Sache.

Gegen Ende der 1990er Jahre hatte sich der Feldberg auch zu einem Brennpunkt im Naturschutz entwickelt Dort brannten heftige Konflikte um den Ausbau des Wintersports auf. In zähem Ringen fochten der Naturschutz und die Betreiber eines einträglichen Skisports miteinander. Ein Teil des Ausgleichs, der zur Befriedung beitrug, war dann die Errichtung des Hauses der Natur, in dessen Stiftung dann die Kontrahenten seitdem zusammenarbeiten, unter ihnen der Schwarzwaldverein. Am 14. Dezember 2001 wurde das Haus der Natur am Feldberg feierlich durch den damaligen Landwirtschaftsminister Willi Stächele eröffnet.

In den letzten 20 Jahren ist das Haus zu einem wirklichen Zentrum geworden: Anlaufstelle für Naturinteressierte, Ausgangspunkt von Führungen und Exkursionen über den Feldberg und Bildungsort für jedermann. Mittlerwiese kommen in normalen Jahren 60.000 Besucher, und kaum eine südbadische Schulklasse verzichtet auf den Besuch im höchsten Naturschutzzentrum des Landes.

Im Haus gibt es eine sehenswerte, immer mal wieder aktualisierte Ausstellung und eine kompetente Beratung der Tourist-Info Feldberg. Der Feldberg-Ranger Achim Laber und die Wanderscouts, die in Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein ausgebildet werden und Besucher draußen informieren sollen, haben ihren Sitz im Haus der Natur. Und der Pionier von 1996, Hubertus Ulsamer, dient im Haus weiterhin seinem geliebten Feldberg. Im Haus der Natur ist auch der Naturpark Südschwarzwald zu finden, der weitflächig die Regionalentwicklung im Südschwarzwald – zwischen Elztal und Schweizer Grenze, zwischen Rheintal und der Baar – fördert.

Auch wenn das große Holzhaus mit dem markant gewölbten Dach ruhig in der nunmehr verschneiten Feldberglandschaft steht, ist es doch das Flaggschiff für den Naturschutz und die Umweltbildung, dessen Besatzung gern mal wieder neue Ufer ansteuert und auf charmanter Art eine zeitgemäße Naturvermittlung unternimmt.

Peter Lutz, Referent Naturschutz

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