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Schwarzwald - Jura - Bodensee - Weg

Von St. Georgen bis Gaienhofen

Länge: 112

Anzahl Etappen: 5

 

 

Kurzbeschreibung

Vom Ausgangspunkt St. Georgen führt der Querweg über die Brigachtalhöhen nach Villingen. Durch die Hochmulde der Ostbaar erreicht der Weg den Albtrauf und quert bei Immendingen das Donautal. Aussichtsreich geht es nach Engen und von dort gleichlaufend mit dem Querweg Freiburg-Bodensee über die Vulkankegel der Hegauberge nach Singen. Die Radolfzeller Aach begleitet den Weg, der den Steilrand des Schiener Berges ersteigt und mit weiten Ausblicken auf den Bodensee hinunter nach Gaienhofen führt.

 

Die Etappen im Überblick

1. Etappe: St. Georgen bis Bad Dürrheim (22,5 km)
2. Etappe: Bad Dürrheim bis Immendingen (22,8 km)
3. Etappe: Immendingen bis Engen (18,8 km)
4. Etappe: Engen bis Singen (26,3 km)
5. Etappe: Singen bis Gaienhofen (21,5 km)

 

Weiterführende Informationen

Nur wenige Quellen veranschaulichen die Gründungsphase und den Werdegang dieses Weges. Aus einem Brief des damaligen Präsidenten Dr. Hans Schneiderhöhn an den Bürgermeister der Gemeinde Immendingen und Vorsitzenden der Ortsgruppe Immendingen des Schwarzwaldvereins Dr. Hirt stammt folgendes Zitat: „...am 2.9.1935 die Ermächtigung zur Durchführung des oben bezeichneten Wanderweges erteilt. Zweck des Wanderwegs ist die Erschließung des badischen Juragebirges in Anlehnung an die Höhenwege des Schwarzwalds mit Ausmündung zum Untersee und Schienerberg. Die Strecke wird über die Linie St. Georgen - Villingen - Bad Dürrheim - Öfingen - Immendingen - Donauversickerungsweg - Aach - Friedingen - Radolfzell geführt. Der Präsident hat seine finanzielle Beihilfe zugesagt".

Dr. Hans Schneiderhöhn war von 1931 – 1934 Präsident des Badischen Schwarzwaldvereins und nach der Zusammenlegung mit dem Württembergischen Schwarzwaldvereins erster Präsident des neu geschaffenen Gesamtvereins in den Jahren 1934 – 1945.

Die Durchführung wurde der Ortsgruppe Immendingen - im Besonderen dem dortigen Vorsitzenden, Herrn Bürgermeister Dr. Hirt - übertragen, da Immendingen Mittelpunkt des badischen Juragebirges und Betreuerin des Kernstücks des Strecke war. Herr Dr. Hirt trat im Jahr 1938 von seinem Amt als Bürgermeister und Vorsitzender des Schwarzwaldvereins zurück.

Der Wanderweg wurde damals in 6 Teilstrecken angelegt:

  • St. Georgen – Villingen;     
  • Villingen - Bad Dürrheim;     
  • Bad Dürrheim - Oefingen
  • Oefingen - Immendingen – Aach;
  • Aach – Friedingen;     
  • Friedingen - Radolfzell

Ursprünglich war die Wegmarkierung mit rotem Querbalken auf weißem Grund geplant, später einigte man sich auf eine gelb-blaue Raute. Obwohl sich die Markierungsarbeiten bis 1938 hinzogen, wurde - von welcher Seite auch immer diese Meldung lanciert wurde - im Sommer 1937 durch verschiedene Zeitungsberichte darauf hingewiesen, dass der Schwarzwald einen neuen Wanderweg vom Hochschwarzwald bis zum Bodensee geschaffen hat.
Ende Oktober 1938 war der Weg auf jeden Fall noch nicht vollständig markiert. In den Vereinsblättern des Schwarzwaldvereins wurde nichts gefunden, was auf eine offizielle Einweihung des Schwarzwald-Jura-Bodensee-Weges hinweist.
Im Juni 1967 hat die Hauptverwaltung des Schwarzwaldvereins bei der Ortsgruppe St. Georgen nachgefragt, ob dort Unterlagen zu diesem Weg vorhanden wären, da man diese für die Neubearbeitung der Richtlinien für die Wegebezeichnung benötigen würde. Von St. Georgen kam die Nachricht, dass man von dort keine Angaben machen könne. Nach Befragung einiger älterer Mitglieder meinte man aber, dass dieser Weg in seiner heutigen Form 1949 oder 1950 errichtet wurde.
Wie aus einem Artikel des „Südkurier“ vom 7.12.1989 hervorgeht führte der Weg bis 1989 nach Radolfzell und wurde des Straßenbaus und Erweiterung der Kiesabbaugebiete im Raum Radolfzell – Singen verlegt und über den Schiener Berg bis Gaienhofen geführt. Im Sommer und Herbst 1989 wurde der Weg neu markiert.
Der heutige Schwarzwald – Jura – Bodensee Weg, 112 Kilometer lang markiert mit gelbem Schild und grüner Raute, führt in fünf Etappen von St. Georgen nach Gaienhofen.

Quelle: Faltblatt des Schwarzwaldvereins zum 75jährigen Wegejubiläum 2011

 

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